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Dipl.-Ing. Christian Holler
Ingenieurbüro für
Kulturtechnik und Wasserwirtschaft,
Natur- und Landschaftsschutz

Grundlagenstudie für die Erhaltung der Kirschenbestände von Pöttsching

2001

Auftraggeber: Arbeitsgemeinschaft zur Erhaltung der Pöttschinger Hochstammkirschen

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Einzelbäume und Baumreihen waren über viele Jahrzehnte ein prägendes Element der Kulturlandschaft des nördlichen Burgenlandes. Sie waren ein Standbein der bäuerlichen Erwerbskombination, galt es doch auf der Basis von kleinstrukturierten Betrieben die Existenz sicherzustellen.

Die Kombination von Obstbäumen mit Ackerflächen stellt eine Sondersituation des Streuobstbaues dar. Die Kirschen von Pöttsching sind ein bedeutender Rest dieser früher im nördlichen Burgenland verbreiteten Nutzungsform. Auf Grund ihres Relikt-Charakters sind diese Kirschenbestände von besonderer Bedeutung: als Lebensraum, als landschaftsprägendes Element, als unverwechselbares Merkmal einer Region und als Genressource für regionaltypische, klimatisch angepaßte Obstsorten.

Mit der Studie wurde die Basis für die langfristige Erhaltung der Kirschenbestände erarbeitet: Die Entwicklung der Kirschenbestände, ihre wirtschaftliche Bedeutung und die Ursachen für Nutzungsaufgabe und Rodung wurden analysiert. Die ökologische und naturschutzfachliche Bedeutung wurde dokumentiert und die Grundlagen für das Naturschutz-Management im Pöttschinger Anteil des Natura 2000 Gebietes "Mattersburger Hügelland" und auf den angrenzenden Flächen wurde erarbeitet. Zeitgemäße wirtschaftliche Nutzungsmöglichkeiten für die Kirschbestände wurden aufgezeigt - sei es direkt über die Frucht oder indirekt über das landschaftliche Kapital. In Workshops mit den betroffenen Bevölkerungsgruppen wurden die Interessen und Entwicklungsperspektiven aufgearbeitet. Damit wurde ein Diskussionsprozeß auf breiter Basis angeregt der zu einer verstärkten Identifikation mit den Hochstamm-Kirschbäumen beiträgt - eine wichtigste Voraussetzung für deren Erhaltung.

Projektpartner: Dr. A. Spornberger, Inst. f. Obst- u. Gartenbau, Univ. f. Bodenkultur, Wien

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