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Dipl.-Ing. Christian Holler
Ingenieurbüro für
Kulturtechnik und Wasserwirtschaft,
Natur- und Landschaftsschutz

Erstabschätzung der verfügbaren Grundwasserressource gemäß EU-WRRL für Einzelgrundwasserkörper mit unzureichender Datenlage aus Wasserstandsmessungen

2004

Auftraggeber: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

Im Zuge der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie wurde durch das Lebensministerium (BMLFUW) für alle Grundwasserkörper in Österreich, eine erstmalige Risikobeurteilung und Einschätzung des mengenmäßigen Zustandes durchgeführt. Bei den Einzelporengrundwasserkörpern (Porengrundwasserkörper der Tal- und Beckenlagen) wurden hierfür die vorhandenen langjährigen Messreihen der Grundwasserstände ausgewertet. Bei einigen Grundwasserkörpern liegen jedoch zu kurze Messsreihen für eine Auswertung vor. Im Zuge des gegenständlichen Projektes wurde daher für diese Grundwasserkörper die Risikobeurteilung über eine Bilanzierung von verfügbaren Grundwasserressourcen und Grundwasserentnahmen durchgeführt.

Die Bearbeitung erfolgt in Analogie zur Bearbeitung der Gruppen von Grundwasserkörpern (HOLLER 2004). Die Methoden wurden jedoch an die spezielle hydrologische Situation in Porengrundwasserkörpern angepasst. Neben der Berücksichtigung der GW-Neubildung aus dem Niederschlag erfolgt eine Abschätzung des Einflusses randlicher Zuflüssen aus dem Einzugsgebiet zum Grundwasserkörper und der Interaktion mit dem Vorfluter - das daraus resultierende Dargebot wurde ermittelt. Die entwickelte Methode berücksichtigt die Verhältnisse in den alpinen Tallagen bzw. alpinen Randlagen, wo neben der GW-Neubildung aus dem Niederschlag auf dem Porengrundwasserkörper, Zuflüsse aus dem Umland (z.B. aus Karstgebieten) und die Infiltration aus abflussstarken Vorflutern, ganz erheblich das Grundwasserregime mit beeinflussen können.

Im Zuge des Projektes wurden 16 Einzelporengrundwasserkörper in den Bundesländern Salzburg, Kärnten, Oberösterreich, Burgenland und Steiermark mit einer Einzelgröße zwischen 7 und 900 km² bearbeitet (Gesamtfläche 1.500 km²).

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