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Dipl.-Ing. Christian Holler
Ingenieurbüro für
Kulturtechnik und Wasserwirtschaft,
Natur- und Landschaftsschutz

Sustainable Use and Management of Alluvial Plains in Diked River Areas SUMAD - Pinka: Gewässerökologische Bearbeitung

2005

Auftraggeber: Amt der Burgenländischen Landesregierung, im Rahmen von INTERREG III B - CADSES

Im Zuge des SUMAD - Projektes sollten unter Beteiligung von Wasserwirtschaft, Naturschutz, Land- u. Forstwirtschaft, Tourismus und Gemeinden übertragbare Strategien und Instrumente für eine nachhaltige Vorlandbewirtschaftung an der Unteren Pinka erarbeitet werden. Projektgebiet war der Talraum der Pinka von Badersdorf flussabwärts bis zur Mündung in die Raab. Um gewässerökologische Aspekte in der Gesamtplanung zu berücksichtigen sowie die Naturschutzinteressen, insbesondere die Einbeziehung der Natura 2000 Vorgaben in das Gesamtprojekt zu ermöglichen, wurden das Ingenieurbüro DI Holler beauftragt eine Ersteinschätzung des aktuellen Zustandes auf Basis vorhandener Daten durchzuführen und Vorschlägen für ein Entwicklungsleitbild und Maßnahmenkonzept aus gewässerökologischer Sicht zu erstellen. Weiters wurde eine Verbreitungsstudie für Flusskrebse und Großmuscheln im österreich-ungarischen Projektgebiet erarbeitet.

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Insgesamt wird mit der vorliegenden Arbeit offensichtlich, dass die Untere Pinka zu den bedeutendsten Potamalgewässern in Österreich gehört und der Fluss mit seinem unmittelbaren Umland eine artenreiche und außergewöhnliche Fauna beherbergt. Maßnahmen die zum Schutz dieser Arten sowie zur Erhaltung und positiven Entwicklung des Flusses als Lebensraum beitragen, sind auf Grund des Vorkommens zahlreicher Natura 2000 Schutzgüter nicht nur von nationalem sondern auch von gemeinschaftlichem Interesse. Freilich ist die Pinka im Projektgebiet aktuell über weite Strecken durch die anthropogene Nutzung stark verändert und beeinträchtigt, der Lebensraum ist fragmentiert und in vielen Teilelementen auf Restbereiche zurückgedrängt. Die wesentlichsten Ziele aus ökologischer Sicht sind daher in Hinkunft die Wiederherstellung des Fließkontinuums und der longitudinalen und lateralen Vernetzung sowie die durchgehende Herstellung bzw. Erhaltung wenig beeinträchtigter ökomorphologischer Verhältnisse entsprechend dem natürlichen Flusstyp. Ein wesentlicher Aspekt ist dabei auch die Einbindung des Flusses in einen durchgehenden Au-Streifen mit ausreichender Breite und Größe, mit Augewässern und Überschwemmungsflächen.

Projektpartner: Institut f. Wasserwirtschaft, Hydrologie u. konstruktiven Wasserbau der Univ. f. Bodenkultur, Wien; Gerhard Woschitz, Wien; Mag. Emanuel Lederer & Mag. Birgit Braun, Graz.

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