header_tblogo (6K) header_hoclogo (2K)
Dipl.-Ing. Christian Holler
Ingenieurbüro für
Kulturtechnik und Wasserwirtschaft,
Natur- und Landschaftsschutz

Flussmuschelerhebung Burgenland

2004-2006

Auftraggeber: Amt der Burgenländischen Landesregierung, Abteilungen Wasser- u. Abfallwirtschaft sowie Umwelt- u. Naturschutz

Primäres Ziel der Studie ist eine orientierende Erfassung rezenter Vorkommen von Flussmuscheln in den Fließgewässern des Burgenlandes. Weitere Ziele bilden die Zusammenfassung des bisherigen Kenntnisstandes zur Großmuschelfauna und die Abschätzung der ursprünglichen Verbreitungsareale der Arten anhand ihrer ökologischen Charakteristika und Lebensraumansprüche. Diese sind im Vergleich zu den rezenten Vorkommen wichtige Beurteilungsparameter hinsichtlich Bestandsentwicklung und Gefährdung. Schlussendlich werden Vorschläge für Managementmaßnahmen zum Schutz und zur Erhaltung der Muschelvorkommen erstellt. Einen besonderen Schwerpunkt der Arbeiten bilden die Natura 2000 Gebiete des Burgenlandes - die Muschelerhebung bildet hier eine Grundlage der Natura 2000 Managementpläne.

Im Burgenland konnten sechs Flussmuschelarten nachgewiesen werden: Gemeine Bachmuschel (Unio crassus), Malermuschel (Unio pictorum), Aufgeblasenen Flussmuschel (Unio tumidus), Gemeine Teichmuschel (Anodonta anatina), Große Teichmuschel (Anodonta cygnea) und Abgeplattete Teichmuschel (Pseudanodonta complanata). Somit kommen mit Ausnahme der Flussperlmuschel (Margaritifera margaritifera), alle in Österreich heimischen Großmuscheln auch im Burgenland vor.

Nach dem gegenwärtigen Kenntnisstand, sollte das Hauptaugenmerk beim Artenschutz für Großmuscheln im Burgenland auf Unio crassus als Schutzgut gemäß EU-FFH-Richtlinie, und auf Grund der Seltenheit bzw. der kleinräumigen Verbreitungsareale, jedenfalls auch auf Unio tumidus, Unio pictorum und Pseudanodonta complanata gelegt werden. Die Mehrzahl der erforderlichen Maßnahmen zum Schutz, zur Erhaltung und Förderung der heimischen Großmuscheln sind auch artunspezifisch wirksam. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Wasserbauverwaltung und Naturschutzbehörden ist für Schutz und Erhaltung die Voraussetzung.

Projektpartner: Gerhard Woschitz, Wien;

projekt_w17_1 (14K)
projekt_w17_2 (11K)
projekt_w17_3 (20K)